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Ich würde Kollagenpeptide nicht als vollwertiges Protein bezeichnen, so wie ich es bei Eiern, Molke oder einer vollwertigen Mahlzeit tue. Sie sind reich an bestimmten Aminosäuren, die mit der Kollagenstruktur in Verbindung stehen. Das macht sie interessant für die Unterstützung der Haut und des Bindegewebes, aber nicht ideal als einzige Proteinquelle.
Für mich gehören Kollagenpeptide zu den Produkten, bei denen das Konzept zwar einfach ist, das Marketing aber viel Wirbel darum macht. Das Pulver besteht im Grunde aus hydrolysiertem Kollagen, das heißt, es wurde aufgespalten. Ich würde trotzdem das Etikett sorgfältig lesen, denn Herkunft, Dosierung, Allergene und zusätzliche Inhaltsstoffe können das Produkt erheblich beeinflussen.
Einem Freund würde ich es als eine praktische Form von Kollagen beschreiben, das in der Regel aus Rindern, Meeresorganismen oder anderen tierischen Quellen gewonnen wird. Das bedeutet nicht, dass das Pulver direkt in dein Gesicht oder deine Knie gelangt. Es mag deinem Körper zwar Bausteine liefern, aber Schlaf, Ernährung, Krafttraining und Vitamin C spielen nach wie vor eine wichtige Rolle.
Meiner ehrlichen Auffassung nach handelt es sich bei Kollagenpeptiden um in kleinere Ketten zerlegtes Kollagen, sodass sie sich leichter vermischen und verdauen lassen als normales Kollagen. Ich würde sie wie ein gezieltes Proteinpräparat betrachten, nicht wie ein Medikament oder eine Abkürzung. Der Vorteil besteht darin, dass sie Aminosäuren liefern, die für Haut, Gelenke, Sehnen und Bindegewebe wichtig sind, aber der Körper entscheidet letztendlich selbst, wie er diese Aminosäuren verwertet.
